Stretch Projekt

Die dritte Dimension für funktionelle Outdoor-Sportbekleidung

Höher – schneller – weiter. Das olympische Motto lässt sich auf Outdoor-Bekleidung vielleicht mit dichter – komfortabler – atmungsaktiver übersetzen. Und wie es auch bei den olympischen Spielen der Fall ist rückt die Weltspitze hier immer enger zusammen. Die Unterschiede der einzelnen Produkte werden immer geringer, Unterschiede sind mit bloßem Auge kaum noch erkennbar – genauso wie bei der Outdoor Bekleidung. Gott sei Dank gibt es aber auch bei den olympischen Spielen immer mal wieder Ausreißer, die „eine neue Dimension“ in ihrer Sportart eröffnen.

Übertragen auf funktionelle Sportbekleidung stehen wir im Moment tatsächlich an einer neuen Dimension der Funktionalität. Bisher differenzierten sich die Produkte in den physiologischen Kriterien, wie sie den Menschen draußen bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen bei seiner gewünschten Aktivität unterstützen: es geht darum, warm und komfortabel draußen aktiv zu sein. Dazu braucht es Schutz vor Nässe von außen, Schutz vor Wind bzw. dem Auskühlen und ein gutes Temperatur- und Feuchtemanagement innerhalb der Jacke. Die neue Dimension umfasst die Bewegung selbst, also die biomechanischen Anforderungen des Kunden. Ziel ist es, den Sportler in seiner Bewegung maximale Freiheit zu bieten, gar zu unterstützen und dabei die physiologischen Kriterien immer noch optimal zu erfüllen.

 

DaMeilerzu fügt Steffen Meiler, Head of Marketing bei Toray International Europe hinzu: „TORAY ist der einzige Hersteller weltweit, der die Kompetenz vereint, dehnbare Membranen, dehnbare Stoffe und dehnbare Isolationsschichten zu produzieren.
Die gemeinsamen Entwicklungen mit Kjus sind die konsequente Umsetzung dieses Know Hows in visionäre Bekleidungskonzepte.
Der Stretch Index, den wir mit Dr. Ebert und Kjus entwickelt haben, spiegelt den Technologie- und Designvorsprung unserer Zusammenarbeit wider und wird nun objektiv messbar.“

 

 

Die Zielsetzung ist es, das Gefühl einer uneingeschränkten Beweglichkeit in funktioneller Kleidung zu realisieren, wobei die physiologischen Kriterien weiterhin der Aktivität entsprechend erfüllt sein müssen. Konsequent weiter überlegt bedeutet dies für die Bekleidungstechnologie, dass man alle Lagen eines Produkts flexibel, also stretchfähig gestalten muss, sofern sie durch die Bewegung beansprucht werden. Dieser in die funktionelle Kleidung zu integrierende Stretch ist daher nicht nur eine Frage der obersten Schicht, sondern ein Kriterium, das sich durch alle Bekleidungsschichten eines Produkts zieht: Obermaterial, Isolationsschicht und Innenmaterial.

 

„KKK 1aJUS hat mit seiner Philosophie der uneingeschränkten Bewegungsfreiheit von Anfang an die Entwicklung von Skikleidung revolutioniert. Wir gehen ständig an die Grenzen des Möglichen, um mit unserer 3D-Technologie die Dehnbarkeit von Sportkleidung in allen Lagen und Richtungen zu maximieren. Der neue Stretch-Index, den wir gemeinsam mit Dr. Christoph Ebert entwickelt haben, sorgt für Transparenz und macht die Stretch-Performance in Skibekleidung endlich objektiv vergleichbar“, verdeutlicht Kenneth Kurtzweg, Leiter des KJUS Innovation Labs, die Bedeutung des neuen Referenzsystems.

 

 

 

Um diese Stretch-Dimension auch wissenschaftlich orientiert zu untersuchen führt Dr. Christoph Ebert vom Kompetenzzentrum Garmisch-Partenkirchen mit aktuellen Produkten Vergleichsstudien durch, wie der Stretch eine freie Bewegung der Nutzer ermöglicht. Im Gegensatz zu Kriterien wie Wasserdichtigkeit oder Winddichtigkeit eines Produkts ist der Stretch eines Produkts sehr einfach an einem Optimum zu orientieren: der menschlichen Haut. Diese ist in der Lage, beispielsweise über das Gesäß sich mehr als 50% zu dehnen, ohne dass der Mensch dies überhaupt wahrnimmt. In Zahlen: bei einer Ausgangslänge von 30 cm über das Gesäß hinweg dehnt sich die Haut bei einer 90 Grad Kniebeuge um etwa 18 cm. Eben diese Haut-Eigenschaft wäre für eine Skihose das Optimum an Stretch, welches zu erfüllen wäre. So schafft dieses Projekt für das neue Kriterium „Stretch“ in der Outdoor-Bekleidung ein hohes Maß an Transparenz, die dem Kunden eine spürbare Information zur Auswahl des richtigen Produkts für seine Ansprüche und seine gewünschte Bewegung liefert.

 

 

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