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e-GAP-Intermodal: Nutzer sind mit Elektromobilität im Carsharing sehr zufrieden

Im Forschungsprojekt e-GAP intermodal werden durch den Projektpartner Deutsche Bahn (DB) Elektrofahrzeuge im Rahmen eines Carsharing-Systems eingesetzt, um die Angebotslandschaft öffentlich zugänglicher Mobilitätsdienstleistungen in der Marktgemeinde zu erweitern. Seit Sommer 2013 stehen insgesamt fünf Elektrofahrzeuge an drei Stationen in der Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen zur Verfügung. Dadurch besteht für die Öffentlichkeit vor Ort jederzeit die Möglichkeit, ein batterieelektrisch angetriebenes Auto stundenweise auszuleihen. Im Rahmen einer Befragung nach einem Jahr Betrieb bat das Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) Nutzerinnen und Nutzer um eine Bewertung ihrer Erfahrungen mit diesem Angebot. Die Angaben zum elektrischen Antrieb und zur Qualität der Carsharing-Dienstleistung e-Flinkster fallen ausgesprochen positiv aus und zeigen großes Potenzial für den ländlichen Raum.

Insbesondere die Reichweite von batterieelektrischen Fahrzeugen wird in der öffentlichen Wahrnehmung oft als große Schwäche angesehen und für die Zukunft als einer der Schlüsselfaktoren für eine breite Akzeptanz der Elektromobilität gewertet. Die Kapazität der Batterie reicht bei den in Garmisch-Partenkirchen eingesetzten Fahrzeugen etwa für ca. 100-120 km Fahrt, je nach Fahrweise, Außentemperatur und den Einsatz von Nebenverbrauchern wie Radio oder Heizung. Die Batteriekapazität reicht für ca. 90% aller Fahrten völlig aus. Die maximale Reichweite der eingesetzten Fahrzeuge wird auch bei den Carsharing-Autos bei weitem nicht ausgereizt: Die durchschnittlich pro Buchung zurückgelegte Strecke im Forschungsprojekt belief sich 2014 auf circa 35 km. Während viele Nutzer anfangs die Batterie unterwegs an einer Ladesäule zwischenluden, um weiter fahren zu können, löste sich die Skepsis meist in Luft auf, als klar wurde, wie kurz die tatsächlich gefahrenen Strecken zumeist sind.

Auch wenn viele Fahrten im Nahraum stattfinden, immer wieder sind auch weitere Entfernungen zurückzulegen, für die die Kapazität eines Elektrofahrzeugs nicht ausreicht. Hierfür bietet beispielsweise die Deutsche Bahn passendere Verkehrsmittel. e-Flinkster ist also als Teil einer „intermodalen“ Angebotslandschaft zu verstehen, in der bei Bedarf das Verkehrsmittel gewechselt werden kann. Viele Befragte organisieren ihre Mobilität bereits intermodal, kombinieren mit dem Fahrrad oder Ortsbus und finden, dass e-Flinkster den bestehenden Öffentlichen Verkehr ideal ergänzt.

Die Befragungen des InnoZ zeigen allerdings auch: Immer noch gibt es viele Menschen, die sehr skeptisch sind, ob das Carsharing-Angebot wirklich funktioniert und sich nicht trauen, es einmal selbst auszuprobieren. Die hier dargestellten Ergebnisse können die Skeptiker durchaus ermutigen, neue Mobilitätsdienstleistungen wie Carsharing einfach einmal auszuprobieren. Denn wer erst einmal die Schritte der Registrierung und ersten Buchung eines Fahrzeugs durchlaufen hat, nutzt das Angebot zumeist sehr gerne und ist ausgesprochen zufrieden damit.

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