ADAC Rodelbahnentest

Das Kompetenzzentrum „fährt Schlitten“

Im Auftrag des ADAC arbeitet das Kompetenzzentrum an der Verbesserung der Sicherheit von Rodelbahnen. Dazu wurde gemeinsam mit dem ADAC Testzentrum für Mobilität eine Testvorgehensweise entwickelt, welche die Sicherheit und den Service auf Rodelbahnen in den Alpen überprüfbar macht.

Nach der ersten erfolgreichen Veröffentlichung der Ergebnisse des ADAC Rodelbahntests 2011 und der hohen Aufmerksamkeit der Medienlandschaft und der Verbraucher auf das Thema Rodeln und Rodelbahnen bzw. deren Sicherheit, Service und Gefahrenstellen ist die Fortsetzung des Projekts ein konsequenter Schritt in Richtung Erhöhung der Sicherheit im Freizeitrodeln. Ein nicht zu erwartender Nebeneffekt der Aktivitäten des ADAC ist erfreulicherweise die breitere Aufmerksamkeit verantwortlicher Institutionen auf das Thema Rodeln. So haben sich verschiedene Verbände dafür ausgesprochen, sich weiter mit dem bisher viel zu wenig bearbeiteten Thema Rodeln auseinander zu setzen.

Basierend auf diesem positiven Feedback wurden parallel zur Veröffentlichung der Ergebnisse auf Grundlage der erarbeiteten Ergebnisse mit verantwortlichen Personen, Institutionen und Verbänden fruchtbare Gespräche geführt, wie sich Sicherheit auf Rodelbahnen in Hinblick auf den Verbraucher verbessern lässt. Der Bedarf ist in Fachkreisen unumstritten, jedoch die treibende Kraft für die Umsetzung der Ideen fehlt. Auf Verbandsseite liegt dies vor allem an der Fokussierung des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland auf das Thema Leistungssport und Kunstbahnrodeln, wie das durch die erfolgreichen Athleten bei Olympischen Spielen, Weltcups und Weltmeisterschaften immer wieder im Fokus der Öffentlichkeit steht. Doch der Schritt in den Breitensport bzw. zum Freizeitrodeln wird in diesem Verband nicht ausgeführt. Daher ist es umso mehr als positiv zu bewerten, dass sich der Verbraucherschutzverband ADAC diesem Thema angenommen hat und durch die umfangreiche Arbeit – sowohl in der Kommunikation, aber auch und vor allem in der Strukturierung der Leistungen eines Rodelbahnbetreibers und der Verhaltensweisen des Besuchers – wichtige Schritte für die Weiterentwicklung dieser Dienstleistung in den Bergen gemacht hat.

Das Rodeln selbst ist eine schon sehr alte Wintersportart. In den letzten Jahren hat sich das Thema Rodeln am Berg durch neue Infrastruktur, aber auch neue Angebote zu einer sehr ernst zu nehmenden Beschäftigung für Wintertouristen am Berg entwickelt. Die modernen Aufstiegsanlagen bieten ausreichend Platz zum Rodeltransport und die Betreiber versuchen auch Besucher, die dem Skifahren oder Snowboarden nicht mächtig sind, eine spaßvolle Zeit am Berg zu ermöglichen. Dabei sind vor allem Familien im Fokus der Betreiber. Die praktisch nicht notwendige Vorbereitungszeit für das Rodeln und das sehr einfach aufgebaute und zu verwendende Material beim Rodeln macht dies praktisch für 100% der Besucher attraktiv. Damit ist klar: der Trend zum Rodeln wird sich aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Trends wahrscheinlich eher verstärken, vor allem da immer weniger Menschen das Skifahren oder Snowboarden beherrschen, jedoch auch ein Wintererlebnis in direkter alpiner Umgebung genießen wollen.

Der ADAC hat mit seiner touristischen Offensive im Wintersport auch das Thema Sicherheit und Verbraucherschutz für Winterurlauber neu definiert, wie das auch schon in den in Fachkreisen viel beachteten Skipisten Quick Check und dem ADAC Skipisten Test deutlich wurde. Besonders im Rodeln ist es seit 2011 nun gelungen, Verantwortung für den Verbraucher deutlich zu machen und wichtige erste Schritte in Richtung einer Struktur und von Richtlinien für Betreiber zu gehen, um das Rodeln sicherer zu machen. Damit greift der ADAC das Trendthema Rodeln genau zur richtigen Zeit an, um den Trend weiter positiv zu entwickeln und die Mitglieder des ADAC freudvoll und sicher im Winterurlaub begleiten zu können.

Quelle: Abendzeitung München

Quelle: Abendzeitung München

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